Möbelmontage für Ihren Umzug
Möbelmontage beim Umzug heisst: Grossmöbel werden fachgerecht demontiert, für den Transport vorbereitet und an der neuen Adresse wieder aufgebaut. Genau an diesen drei Schritten entstehen die meisten Umzugsschäden – ein schief zerlegter Schrank oder ein verspannt montiertes Bett lässt sich später kaum korrigieren.
Diese Seite zeigt, was zur Möbelmontage gehört, welche Möbeltypen besondere Aufmerksamkeit brauchen, wie die Haftung geregelt ist und welche Faktoren den Preis bestimmen.
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Demontage: der Abbau vor dem Umzug
Die Demontage findet in der Regel am Umzugstag statt, bei grossen Haushalten auch am Vortag. Wichtig ist die Systematik: Beschläge, Schrauben und Kleinteile werden pro Möbelstück beschriftet und separat verpackt, sodass beim Aufbau nichts fehlt.
Türen und Schubladen werden ausgehängt, Glaselemente entnommen und einzeln gepolstert. Bei Schraubverbindungen in Spanplatten gilt: Jede zusätzliche Demontage schwächt das Gewinde – deshalb wird nur zerlegt, was für Transport und Zugang wirklich nötig ist.
- Beschläge dokumentieren: Schrauben, Dübel und Verbinder pro Möbelstück beschriftet verpacken.
- Glas und Spiegel separat: Vitrinentüren und Spiegel werden entnommen und gepolstert transportiert.
- Nur so weit wie nötig: Zu häufiges Zerlegen lockert Gewinde in Spanplatten dauerhaft.
Transportvorbereitung der Einzelteile
Zerlegte Möbel sind empfindlicher als aufgebaute: Kanten von Korpusteilen und Türen stossen im Fahrzeug leicht an. Deshalb werden Platten mit Decken oder Folie geschützt, Kanten gepolstert und die Teile stehend und gesichert verladen.
Massivholzfronten, Hochglanzoberflächen und Furniere brauchen zusätzlichen Schutz, weil Kratzer dort sofort sichtbar sind. Metallteile und Schienen werden getrennt verpackt, damit sie keine Oberflächen beschädigen.
Aufbau an der neuen Adresse
Der Aufbau erfolgt idealerweise am gleichen Tag, damit Sie am Abend ein nutzbares Bett und eingerichtete Schränke haben. Sinnvoll ist eine feste Reihenfolge: erst Betten und Kleiderschränke, dann Wohnzimmer und Büro.
Zwei Details entscheiden über das Ergebnis. Erstens muss auf unebenen Böden ausgerichtet werden – ein nicht im Lot stehender Schrank schliesst nicht richtig. Zweitens gehören hohe Möbel in der Schweiz aus Sicherheitsgründen an der Wand befestigt; das setzt voraus, dass die Befestigung zum Wandaufbau passt und Absprachen mit der Vermietung getroffen sind.
- Reihenfolge: Betten und Kleiderschränke zuerst – der Rest folgt nach Priorität.
- Ausrichten: Auf unebenen Böden mit Gleitern und Justierfüssen ins Lot bringen.
- Kippsicherung: Hohe Möbel an der Wand sichern; Befestigungsart mit der Vermietung klären.
Schränke, Betten und grosse Möbelstücke
Nicht jedes Möbelstück ist gleich anspruchsvoll. Diese Typen brauchen besondere Aufmerksamkeit:
- Kleiderschränke und Schrankwände: Mehrteilige Korpusse müssen zerlegt werden. Schiebetürsysteme brauchen exakte Ausrichtung, sonst laufen die Türen nicht.
- Einbau- und Begehschränke: Individuell eingepasste Systeme lassen sich oft nicht am neuen Ort weiterverwenden – vorher prüfen und Anpassung einplanen.
- Boxspringbetten: Schwer und sperrig, häufig nur begrenzt zerlegbar. Der Zugang bestimmt, ob ein Möbellift nötig ist.
- Küchen: Anschlüsse für Wasser, Strom und Geräte gehören zur Planung. Elektro- und Sanitärarbeiten sind ein eigenes Gewerk.
- Massivholztische und Glasmöbel: Gewicht und Bruchgefahr verlangen mehr Personal und Polsterung.
- Büromöbel: Höhenverstellbare Tische und Regalsysteme werden meist zerlegt und mit Aufbauplan wieder montiert.
Haftung bei Montageschäden
Übernimmt die Umzugsfirma De- und Montage, haftet sie für Schäden, die dabei entstehen – im Rahmen der vereinbarten Deckung. Das ist der wesentliche Vorteil gegenüber der Eigenmontage: Ein ausgerissenes Gewinde oder ein Kratzer auf der Hochglanzfront ist dann ein gemeldeter Schadenfall und nicht Ihr Problem.
Zwei Einschränkungen sind üblich und sollten vorher geklärt sein. Erstens: Bei Möbeln, die bereits mehrfach zerlegt wurden oder Vorschäden haben, wird die Haftung häufig eingeschränkt – halten Sie den Zustand mit Fotos fest. Zweitens: Manche Anbieter schliessen bestimmte Systemmöbel aus. Lassen Sie Deckungssumme, Ausschlüsse und Meldefrist schriftlich in der Offerte ausweisen.
Welche Faktoren den Preis bestimmen
Möbelmontage wird nach Aufwand kalkuliert, meist pro Möbelstück oder nach Stunden.
- Anzahl und Grösse der Möbel: Eine Schrankwand ist mehrere Einzelmöbel – die Stückzahl zählt, nicht die Zimmerzahl.
- Komplexität: Schiebetüren, Einbausysteme und höhenverstellbare Tische brauchen mehr Zeit als ein Standardregal.
- Zustand und Alter: Bereits mehrfach zerlegte Möbel erfordern vorsichtigeres Arbeiten.
- Zugang: Enges Treppenhaus oder fehlender Lift verlängern den Weg zwischen Fahrzeug und Aufbauort.
- Zeitfenster: Aufbau am selben Tag erfordert mehr Personal als ein Aufbau am Folgetag.
- Zusätzliche Arbeiten: Kippsicherungen, Lampenmontage oder Anpassungen an Bestandsmöbeln.
Möbelmontage mit der Umzugsofferte anfragen
Geben Sie im Formular an, welche Möbel demontiert und wieder aufgebaut werden sollen und ob besondere Stücke wie Schrankwände, Boxspringbetten oder höhenverstellbare Tische dabei sind. Je konkreter die Liste, desto verbindlicher die Kalkulation.
Sie erhalten bis zu 5 Offerten von geprüften Partnerfirmen und sehen direkt, ob Montage im Preis enthalten ist, wie sie verrechnet wird und welche Haftung dafür gilt.
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